Tarifvertrag bayerischer bäckerhandwerk

Nach Jahrzehnten der Repression und Behinderung durch die Behörden entstanden in der Vormärz-Ära und während der deutschen Revolution gewerkschaftliche Organisationen und artikulierten ihre Forderungen. Das Scheitern der Revolution und die folgende Phase der Wiederherstellung führten jedoch zu einem Kraftverlust in der Gewerkschaftsbewegung und führten zu neuen Repressionen gegen Gewerkschaften. Erst in den Jahren 1869 und 1871 konnten sich die Gewerkschaften zu Handelspartnern von Unternehmerverbänden entwickeln. Ein Beispiel für diese Reformen ist das Handelsregulierungsgesetz, mit dem die Vereinigungsfreiheit und die Handelsfreiheit eingeführt wurden. Die Arbeiterklasse musste um einen existenzsichernden Lohn kämpfen, während die Unternehmer feudalistische Privilegien genossen. Die Gewerkschaften waren zunächst daran interessiert, die Situation ihrer Mitglieder zu verbessern. Sie führen Arbeitskonflikte, Streiks und Boykotts gegen die Geschäftsinhaber. Diese Machtzunahme und die Gefahr für das herrschende System veranlassten die Behörden, Gewerkschaften zu verbieten oder gesetzlich zu behindern. Generell verboten waren gewerkschaftliche Aktivitäten zwischen 1878 und 1890 durch das Bismarcksche-Sozialistengesetz. Joseph Lochner war ein bayerischer Einwanderer, der Lochners Hausbäckerei in Utica besaß. 1899 wurde Lochner wegen Verstoßes gegen das Bakeshop Act angeklagt, da er einem Angestellten erlaubt hatte, mehr als sechzig Stunden in einer Woche zu arbeiten.

Dafür wurde Lochner zu einer Geldstrafe von 25 Dollar verurteilt. Zwei Jahre später, 1901, wurde Lochner wegen eines zweiten Vergehens der 60-Stunden-Regelung des Bakeshop Act angeklagt und verurteilt, diesmal mit einer Geldstrafe von 50 Dollar. Zwischen der gewerkschaftlichen Gewerkschaft IG BAU und den Bauunternehmern wurde eine Lohnvereinbarung zur Erhöhung der Baumindestlöhne geschlossen. Die neuen bundesweiten Löhne gelten ab dem 1. April 2020. “Mehr als 200.000 Bauarbeiter profitieren von den höheren Mindestlöhnen”, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger. Und doch hat er das gleiche Vergnügen, alle seine Kunden zu begeistern – Kinder, Rentner und Spitzenköche gleichermaßen. Für Arnd Erbel ist es wichtig, dass es allen Spaß macht. “Für mich ist das positive Feedback meine wahre Motivation, eher wie der Applaus für einen Künstler.” Und das ist es, was er ist: ein Künstler, der die Schätze der bayerischen Backkunst für die nächste Generation bewahrt und seine Gäste mit jedem letzten Krümel in dieses Unternehmen einbezieht. Die Gewerkschaften in Deutschland definieren sich als mehr als eine “Kollektivverhandlungsmaschine”, aber als wichtige politische Akteure für soziale, wirtschaftliche und auch ökologische Themen, insbesondere auch für arbeitsmarktpolitische und berufliche Bildung.

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